Bei Ihnen kam es zu einem Wasserschaden und nun fragen Sie sich, wie eine Sanierung abläuft? Wir klären Sie in diesem Artikel über den Prozess einer Wasserschadensanierung auf. Da eine derartige Situation zur Überforderung führen kann, haben wir Ihnen eine Checkliste zur Wasserschadensanierung zum Download zusammengestellt. Beachten Sie diese Schritte in der richtigen Reihenfolge, damit Sie nichts vergessen.
Was ist überhaupt eine Wasserschadensanierung?
Viele fragen sich, was eine Wasserschadensanierung überhaupt ist und wann sie notwendig ist.
Bei einer Wasserschadensanierung werden nicht nur die beschädigten Materialien entfernt, sondern es besteht auch die Möglichkeit, diese aufzubereiten, wie beispielsweise durch eine Trocknung. Das Ziel einer Wasserschadensanierung ist, dass der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird, um die Gesundheit und den Wert der Immobilie zu sichern.
Wann ist eine professionelle Sanierung notwendig?
Eine professionelle Wasserschadensanierung ist notwendig bei einem Wasserschaden, der das Gebäude und die Materialien beschädigt hat. Es empfiehlt sich auch eine Sanierung bei Anzeichen von Feuchtigkeit und Verfärbungen der Wände.
Informieren Sie sich über eine professionelle Wasserschadensanierung, wenn Flecken an Ihren Wänden zu erkennen sind oder es bereits schon zur Schimmelbildung kam. Denken Sie zudem an eine Sanierung, wenn Sie einen Rohrbruch hatten.
Typische Schadensklassen
Die Schadensklasse bestimmt sich nach dem Ausmaß und der Schwere des Wasserschadens.
Schadensklasse 1, bezieht sich auf Schäden, die so gut wie keine Beeinträchtigung darstellen.
Schäden in dieser Schadensklasse sollten regelmäßig kontrolliert werden aufgrund der Annahme, dass diese zur späteren Zeit eine Beeinträchtigung für die Tragfähigkeit oder für die Gebrauchstauglichkeit darstellen.
Eine regelmäßige Kontrolle empfiehlt sich auch für Schäden, die in Schadensklasse 2 eingeteilt worden sind.
Sofern der Schaden der Schadensklasse 3 zugeteilt wird, stört dieser bereits die Gebrauchstauglichkeit oder die Tragfähigkeit.
Handeln Sie bei einem Schaden in der Schadensklasse 4 unverzüglich aufgrund der mangelnden Gebrauchstauglichkeit und Funktionstauglichkeit. Schäden in dieser Schadensklasse stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar.
Die wichtigsten Schritte nach einem Wasserschaden – vor einer Wasserschadensanierung
Falls Sie sich gerade noch in der Situation eines akuten Wasserschadens befinden, beachten Sie diese Schritte, bevor Sie sich mit der eigentlichen Sanierung des Wasserschadens auseinandersetzen.
a) Strom und Wasser abstellen
Schalten Sie den Strom und das Wasser ab, damit weitere Folgeschäden verhindert werden können.
b) Sicherung von elektronischen und wertvollen Geräten
Entfernen Sie elektronische, sowie wertvolle Geräte aus dem Bereich des Wasserschadens.
c) Dokumentation
Nach den ersten beiden wichtigen Schritten, ist es jetzt wichtig, Bilder und Videos vom Schaden aufzunehmen. Je umfangreicher Ihre Dokumentation ist, desto unkomplizierter wird der Umgang mit Ihrer Versicherung. Dokumentieren Sie nicht nur den eigentlichen Wasserschaden, sondern auch alle betroffenen Gegenstände, Folgeschäden sowie unternommene Maßnahmen.
Es empfiehlt sich zudem, ein Schadensprotokoll anzulegen.
d) Mieter über den Wasserschaden informieren
Sofern Sie Mieter sind, sind Sie verpflichtet, Ihrem Vermieter den Wasserschaden mitzuteilen.
e) Wasserschaden der Versicherung melden
Melden Sie den Wasserschaden unverzüglich Ihrer Versicherung, damit es zu keinen Leistungskürzungen kommt.
f) Trocknung
Eine Trocknung des Wasserschadens ist wichtig, um Folgeschäden wie Schimmel zu vermeiden.
g) Sanierung des Wasserschadens
Führen Sie eine Sanierung des Wasserschadens durch, um den Wasserschaden und mögliche Folgeschäden sorgfältig zu beheben.
Der Prozess einer Wasserschadensanierung
Um Ihnen einen guten Überblick zu verschaffen, haben wir Ihnen die Wasserschadensanierung in unterschiedliche Phasen eingeteilt. Dies können Sie als eine zeitlich geordnete Schritt-für-Schritt Anleitung betrachten.
Phase 1: Erstbegutachtung und Schadensanalyse
Eine Schadensanalyse ist notwendig, damit wir identifizieren können, welche Materialien durch den Wasserschaden beschädigt worden sind und welche daraufhin erneuert werden müssen.
Anhand dieser Analyse können Sie mit uns das weitere Vorgehen planen. Wir messen die Feuchtigkeitswerte und überprüfen sorgfältig, welche Bauteile betroffen sind. Danach erstellen wir für Sie einen Sanierungsplan, welcher Trocknung, Demontage und Wiederherstellung beinhaltet.
Phase 2: Ursachenbehebung durch Leckortung
Sie sind sich unsicher, was genau den Wasserschaden verursacht hat? Dann ist die zerstörungsfreie Leckortung perfekt, um der Ursache auf den Grund zu gehen, ohne dabei eine große Beschädigung zu verursachen. Sie ermöglicht eine genaue Ortung der undichten Stelle mittels Infrarotkameras.
Dadurch werden die Temperaturunterschiede erkannt. Somit haben Sie die Möglichkeit, die noch nicht sichtbare Feuchtigkeit zu erkennen und Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen.
Phase 3: Rückbau betroffener Materialien
Sie fragen sich, ob in Ihrem Fall ein Rückbau notwendig ist? Ein Rückbau ist unter anderem nötig, wenn das Objekt nicht mehr nutzbar ist oder eine Beeinträchtigung von Schadstoffen durch den Wasserschaden besteht. So kann es dazu kommen, dass durch den Wasserschaden die Dämmschicht beschädigt wurde. Dabei muss allerdings häufig nicht das ganze Objekt ersetzt werden, sondern kann stückweise abgebaut und erneuert werden. So kann die Dämmschicht durch eine ausreichende Trocknung wieder in einen angemessenen Zustand gebracht werden.
Bei einem Rückbau werden die guten Bauteile behalten, während die nicht mehr brauchbaren Teile ausgesondert werden. Sofern dieser Prozess durchgelaufen ist, kommt es zur Wiederherstellung des Objekts durch die Einsetzung von neuen Materialien.
Phase 4: Technische Trocknung – Überblick über die verschiedenen Verfahren
Es gibt mehrere Trocknungsverfahren. So gibt es die Kondensationstrocknung, Adsorptionstrocknung, Dämmschichttrocknung und Mikrowellentrocknung. Häufig wird eine Trocknung mittels Bohrungen durch das Unterdruckverfahren durchgeführt. Dieses Verfahren erleichtert durch das Absaugen der feuchten Luft den Erhalt einer hygienischen Raumluft. Auch uns überzeugt dieser Vorteil, weswegen das Unterdruckverfahren ein fester Bestandteil unserer Leistung ist.
Durch das spezielle Luftentfeuchtungsverfahren – die Kondensationstrocknung – wird die Luft entfeuchtet, indem sie gekühlt wird. Dadurch kondensiert der Wasserdampf. Anschließend kommt es zur Erwärmung der entfeuchteten Luft, damit die betroffenen Stellen trocknen. Der Vorteil von diesem Verfahren ist die einfache Handhabung und die hohe Effizienz mit wenig Energieverbrauch.
Die Adsorptionstrocknung hingegen filtert die feuchte Luft durch ein Trocknerrad, welches hygroskopisches Material besitzt. Dadurch wird der Luft viel Feuchtigkeit entzogen, was wiederum zur Trocknung führt.
Hingegen funktioniert die Dämmschichttrocknung durch Einbohrungen in den Boden. Mittels dieser Einbohrungen wird die feuchte Luft abgesaugt oder warme Luft eingeleitet.
Bei der Mikrowellentrocknung werden Schwingungen erzeugt, welche wiederum Wärme erzeugen, die die Feuchtigkeit verdunsten lassen. Ein positiver Aspekt dieser Methode ist, dass sie gleichmäßig erwärmt und zudem ein schnelles Verfahren ist.
Als Anhaltspunkt können Sie bei einer technischen Trocknung mit einer Dauer von zwei bis sechs Wochen rechnen.
Zudem können verschiedene Verfahren kombiniert werden. So besteht die Möglichkeit, dass das Trocknungsverfahren auch durch HEPA-Filtern, die die Schimmelsporen filtrieren, unterstützt wird.
Phase 5: Messtechnische Kontrolle und Trocknungsprotokoll anlegen
Durch die messtechnische Kontrolle kann die Feuchtigkeit in verschiedenen Materialien überprüft werden. Sie dient als Abschluss des Prozesses und bringt Sicherheit. Demnach kann auf die messtechnische Kontrolle bei der Wiederherstellung nicht verzichtet werden.
Das Trocknungsprotokoll dokumentiert den Vorgang der Sanierung und die Fortschritte. Es umfasst die Feuchtigkeitswerte, sowie die notwendigen Geräte. Dieses Protokoll dient nicht nur als Orientierung, sondern kann Ihnen auch beim Umgang mit der Versicherung helfen.
Phase 6: Wiederaufbau
Nach der Entfernung der beschädigten Materialien müssen die Bauteile fachgerecht wiederhergestellt werden. Darunter zählen Estrich, Putz und Bodenbeläge.
Phase 7: Abnahme und Endkontrolle
Sofern der Prozess der Sanierung abgeschlossen ist, kann ein Abnahmeprotokoll angefertigt werden. Grundsätzlich wird bei der Endkontrolle überprüft, ob keine Mängel vorliegen. Dabei wird die betroffene Stelle nicht nur äußerlich begutachtet, sondern es wird zur genauen Überprüfung eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt.
Wichtig ist dies, damit auch eine Schimmelbildung ausgeschlossen werden kann.
Dauer des Sanierungsprozesses
Die Dauer der Sanierung ist an die Dauer der Trocknung gekoppelt. Erst nach der vollständigen Trocknung können die weiteren Maßnahmen vollzogen werden.
Die Kosten und die Dauer einer Wasserschadensanierung richten sich nach dem Ausmaß des Wasserschadens. Demnach benötigen teilweise unkomplexe Wasserschäden lediglich mehrere Tage. Hingegen kann es sich bei komplizierten und größeren Ausmaßen von einem Wasserschaden bis zu mehreren Monaten hinziehen.
Rolle des Sanierungsunternehmens als Projektkoordinator
Bei einer Sanierung ist viel zu beachten. So dürfen die Termine, Kontrollen und die Kommunikation zwischen den Parteien nicht vernachlässigt werden.
Falls Sie mit dem Gedanken spielen eine Sanierung durchführen zu lassen, sind Sie bei uns genau richtig. Wir, als Experte für technische Trocknung und Sanierung, beraten Sie gerne zu Ihrem Anliegen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!
Kommunikation mit Versicherung während des Prozesses
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