So vermeiden Sie Schimmel nach einem Wasserschaden am besten

Wand wird gereinigt

Bei Ihnen kam es zu einem Wasserschaden, aber nun möchten Sie den Schimmel verhindern? Sie fragen sich, wie schnell sich Schimmel bildet und was Sie unbedingt beachten sollen? Wir verraten Ihnen, wie Sie den Wasserschaden richtig trocknen und die Schimmelbildung verhindern können. Dazu klären wir Sie unter anderem auf, welche Sofortmaßnahmen Sie umsetzen müssen und welche Rolle das Raumklima spielt.

24-Stunden-Checkliste: Sofortmaßnahmen zur Schimmelprävention nach einem Wasserschaden

Entscheidend ist die richtige Reihenfolge. Befolgen Sie diese Punkte für einen stressfreien und zugleich effektiven Vorgang. Wir wissen, dass eine derartige Situation zur Überforderung führen kann. Falls Sie sich überfordert fühlen, kontaktieren Sie uns, das Team der Eßer Sanierungstechnik. Wir können für Sie die Ursache des Schimmels aufdecken und die Schimmelentfernung, sowie Schimmelsanierung durchführen.

1. Wasserzufuhr stoppen

Um größere Schäden zu verhindern, sollten Sie sofort die Wasserzufuhr stoppen. Sofern Sie nicht wissen, woher das Wasser kommt, ist eine Leckageortung erforderlich. Dabei werden die undichten Stellen lokalisiert.

2. Wasser entfernen

Damit sich das Wasser nicht weiter ausbreiten oder in den Boden sickern kann, müssen Sie das Wasser entfernen. Handelt es sich um kleinere Mengen, empfiehlt sich ein Eimer zum Abschöpfen oder ein Tuch zum Aufwischen. Handelt es sich hingegen um größere Mengen, ist es ratsam, Fachleute für das Abpumpen des Wassers zu beauftragen.

3. Dokumentation des Schadens 

Bevor der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird, ist es wichtig, dass Sie den Schaden festhalten und ausreichend dokumentieren. Scheuen Sie sich nicht davor, aus jeder Ecke des Raumes Bilder und Videos vom Schaden zu machen. Dazu zählen auch alle betroffenen Gegenstände.

4. Schutzkleidung

Tragen Sie eine FFP2-Maske, einen Schutzanzug und Handschuhe, um sich vor schädlichen Keimen zu schützen.

5. Belüftung

Lüften Sie oft, damit die Feuchtigkeit aus dem Raum verschwindet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist ein Entfeuchter denkbar. Für eine bessere Belüftung empfiehlt sich auch der Einsatz von Ventilatoren. 

Tipp: Kein dauerhaftes Lüften, sondern Stoßlüften mehrmals am Tag. Lassen Sie Ihr Fenster für eine gute Belüftung nicht den ganzen Tag gekippt. Lüften Sie stattdessen lieber mehrmals am Tag 10–15 Minuten.

6. Möbel wegstellen

Gegenstände wie Sofas oder große Teppiche sind der ideale Nährboden für Schimmelbildung. Diese saugen oft das Wasser ein, wodurch es nicht mehr entweichen kann. Diese Feuchtigkeit sammelt sich zusätzlich unter der betroffenen Stelle. Wenn sich unter Ihren Möbeln das Wasser unbemerkt sammelt, ist dies ein Keimherd, der gesundheitsschädlich sein kann. Entfernen Sie somit Gegenstände, die sich mit Wasser vollgesogen haben und nicht getrocknet werden können. 

Tipp: Lassen Sie betroffene Wände frei, damit diese trocknen können. Entfernen Sie alle Gegenstände von den Wänden. Stellen Sie keine Schränke oder andere Gegenstände direkt an die Wand. Achten Sie immer darauf, dass Luft an jede Stelle des Raumes gelangt.

7. Versicherung informieren

Informieren Sie unverzüglich Ihre Versicherung über den Wasserschaden, damit es zu keinen Leistungskürzungen kommt. Übermitteln Sie Ihrer Versicherung die gesamte Dokumentation.

8. Vermieter informieren

Klären Sie ebenfalls unverzüglich Ihren Vermieter über die Situation auf. Falls Sie dies nicht tun, kann Ihr Vermieter den Mangel nicht beseitigen.

Warum die ersten 24–48 Stunden so essenziell sind

Die ersten 24–48 Stunden sind ein ausschlaggebender Zeitraum. Warum? Weil sich in diesem Zeitraum wegen der idealen Voraussetzungen wie Feuchtigkeit schnell Schimmel bildet. Es kann bereits nach 12–24 Stunden zur Sporenkeimung kommen. Allerdings kann es auch nach dieser Zeit zu einem versteckten Schaden kommen, der lange unbemerkt bleiben kann. Orientieren Sie sich zunächst an den Schritten in der Checkliste. Danach sollten Sie die betroffenen Bauteile überprüfen, um Feuchtigkeit zu lokalisieren. Dies sind meistens die Stellen, an denen sich die Feuchtigkeit sammelt. Das führt wiederum zur Schimmelbildung. 

Professionelle Trocknung: Die sichere Variante

Es gibt Fachleute – wie Eßer Sanierungstechnik – die auf Schimmel spezialisiert sind. Sie haben nicht nur Fachwissen, sondern auch Erfahrung. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Rat von Spezialisten einzuholen, falls Sie in Ihrer Situation unsicher sind. Danach können Sie immer noch wählen, ob Sie sich für eine professionelle Trocknung entscheiden oder diese selbst durchführen. 

Es gibt mehrere Varianten, eine technische Trocknung durchzuführen. Häufig sind bestimmte Materialien, Wände oder Böden betroffen. Besonders dabei empfiehlt sich eine Substanztrocknung. Diese umfasst den tiefgehenden Feuchtigkeitsentzug aus durchfeuchteten Baustoffen. Der Vorgang kann mittels eines Kondensationstrockners oder Adsorptionstrockners durchgeführt werden.

Die Kondensationstrocknung entfeuchtet den Raum, indem sie die Luft abkühlt. Danach wird die entfeuchtete Luft erwärmt. So wird die Trocknung angekurbelt. 

Die Adsorptionstrocknung hingegen filtert die feuchte Luft durch ein Trocknerrad, das wasserbindendes Material besitzt. Dieses Material entzieht viel Feuchtigkeit, wodurch getrocknet wird.

Welche Trocknungsgeräte müssen wann eingesetzt werden?

Die richtige Trocknung nach einem Wasserschaden ist essenziell. Falls Sie die Stellen mit festsitzender Feuchtigkeit nicht behandeln, kann es zu einem mikrobiellen Befall kommen. Dabei bilden sich Schimmelsporen sowie schädliche Bakterien. Sie wissen, dass Sie trocknen müssen, aber fragen sich, welche Trocknungsgeräte Sie brauchen? Einen Bautrockner, einen Luftentfeuchter oder noch zusätzlich Ventilatoren? 

Handelt es sich bei Ihrem Fall um einen nicht tiefgehenden Wasserschaden, können Luftentfeuchter ausreichen. Diese sind allerdings nicht geeignet, sofern das Wasser schon tief in den Boden gesickert ist oder die Wände sich mit Feuchtigkeit vollgesogen haben. Dafür ist ein Bautrockner geeignet. So kommen der Kondensationstrockner, der Adsorptionstrockner oder der Infrarottrockner infrage. Lassen Sie sich von Fachleuten informieren, welcher Trockner in Ihrem Fall am geeignetsten ist. Damit die Trocknung schnell vollzogen werden kann, laufen die meisten Trockner durchgängig. 

Um die Trocknungszeit zu verkürzen, empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz von Ventilatoren. Dadurch wird die Luftzirkulation angeregt und die Trocknung der betroffenen Stellen gefördert. Handelt es sich in Ihrem Fall um einen großen, tiefgehenden Wasserschaden, bei dem Verzögerungen vermieden werden sollen, empfiehlt sich der Einsatz eines Bautrockners in Kombination mit Ventilatoren.

Die Rolle des Klimas bei Verhinderung von Schimmel

Die optimale Temperatur ist 20–22 °C und eine Luftfeuchtigkeit unter 60 %. 

Je nach Jahreszeit kann das Wetter eine unterstützende oder hemmende Wirkung entfalten. Gelangt kalte Luft in einen warmen Raum und erwärmt sich, kann diese viel Feuchtigkeit aufnehmen. So wird dem Raum Wasser entzogen. Damit der Wasserschaden trocknen kann, sollte die Feuchtigkeit des Raumes unter 50 % liegen. Ab 60 % Luftfeuchtigkeit besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Zudem spielt das Lüften eine große Rolle. Lüften Sie mehrmals am Tag. Lassen Sie die Temperatur des Raumes nicht unter 16 °C fallen. Es empfiehlt sich, ein Hygrometer aufzustellen, damit Sie ohne großen Aufwand die Raumfeuchtigkeit stets im Auge haben.

Wann betroffene Gegenstände erneuert werden müssen

Ein Wasserschaden kann meistens nicht nur isoliert betrachtet werden, sondern betrifft auch Möbel, Wände oder Böden. Aus diesem Grund muss nach einem Wasserschaden geprüft werden, ob Putz, Estrich oder Dämmung betroffen sind, in denen sich Bakterien und Keime festsetzen. Im Estrich kann der Schimmel lange unbemerkt bleiben, sofern sich das Wasser in der Dämmschicht gesammelt hat. Bei Hochwasser müssen grundsätzlich Dämmschichten entfernt und erneuert werden, da diese sich mit Feuchtigkeit vollgesaugt haben. Hochwasser ist kein reines, sondern verschmutztes Wasser, das Keime, Schmutz und Bakterien enthält. Dies stellt die Basis für Schimmelbildung dar. Tapeten, die offensichtlich von Schimmel betroffen sind, müssen komplett entfernt werden, damit sich der Schimmel nicht ausbreiten kann.

Ist das Silikon in den Fugen von Schimmel betroffen, müssen Sie dieses vollständig entfernen. Danach empfiehlt es sich, die betroffene Stelle ausreichend zu desinfizieren, bevor Sie die Fugen mit neuem Silikon füllen. Beachten Sie unbedingt, dass das Silikon ausreichend Zeit zum Aushärten benötigt. In dieser Zeit darf kein Wasser an das Silikon gelangen.

Nachkontrolle von Restfeuchtigkeit

Mit der eigentlichen Schimmelbehandlung ist es noch nicht getan. Führen Sie eine Feuchtemessung nach mehreren Wochen durch. Mit dieser Kontrolle können Sie Restfeuchtigkeit ausschließen. Andernfalls kann sich tief im Inneren des Baumaterials noch Feuchtigkeit befinden, die erst nach einiger Zeit zum Vorschein kommt. Auch ist es nicht untypisch, dass sich unter dem Estrich noch Wasser befindet. Schimmel kommt meistens nicht über Nacht, sondern benötigt einige Zeit zum Wachsen. Demnach kann die Feuchtigkeit aus dem Boden aufsteigen – Fachleute sprechen hier von der sogenannten Kapillarfeuchte. Führen Sie keine Nachkontrolle mehr durch, können aufgrund der vorhandenen Feuchtigkeit Mangelfolgeschäden auftreten.

Wir – Eßer Sanierungstechnik – arbeiten sicher, fachgerecht und nachhaltig bei der Schimmelsanierung. Darunter fallen die Feuchtemessung, die fachgerechte Entfernung des Schimmels und die Sanierung der betroffenen Stellen. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn der Schimmel Ihnen Probleme macht. 

FAQ

Was sind Sofortmaßnahmen nach einem Wasserschaden zur Schimmelprävention?
Die Wasserzufuhr stoppen, Wasser entfernen, Dokumentation des Schadens, gute Belüftung, Möbel wegstellen, Versicherung und Vermieter informieren.
Das kommt auf die Art des Schadens an. Typisch ist der Einsatz eines Bautrockners, Luftentfeuchters und Ventilators.
Die optimale Temperatur ist 20–22 °C und eine Luftfeuchtigkeit unter 60 %.
Ja, eine Nachkontrolle nach mehreren Wochen ist notwendig, um Restfeuchtigkeit ausschließen zu können.
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