Sie als Vermieter haben ohnehin schon etliche Pflichten und müssen sich jetzt noch um einen Wasserschaden kümmern? Nicht unbedingt die angenehmste Situation, aber wir helfen Ihnen dabei – von der richtigen Vorgehensweise, bis hin zu sämtlichen Versicherungsfragen!
Die ersten Schritte nach einem Wasserschaden:
- Sofort: Wasser abstellen, Strom sichern, Schaden begrenzen
- Dann: Fotos und Videos mit Uhrzeit dokumentieren + Ursache
- Melden: telefonisch + schriftlich per E-Mail / Portal
- Wichtig: nichts entsorgen, Reparaturen nur nach Freigabe (Ausnahme: Notfallmaßnahmen)
Wasserschaden richtig melden: Schritt-für-Schritt Anleitung
Der Wasserschaden ist jetzt schon eingetreten. Entscheidend ist nun, die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Beachten Sie diese Schritte, damit das weitere Vorgehen unkompliziert wird.
1. Schritt: Zeitnah auf Schadensmeldung reagieren
Geben Sie Ihrem Mieter zeitnah eine Rückmeldung.
Informieren Sie Ihren Mieter zusätzlich durch ein Schreiben, in dem Sie auf die Schadensbegrenzung hinweisen. Bestenfalls hat Ihr Mieter das Wasser und den Strom abgestellt, sowie übermäßiges Wasser beseitigt, falls nicht, ersparen Sie sich mit dieser Aufklärung weitere Komplikationen.
2. Schritt: Dokumentation des Schadens
Dokumentieren Sie alles. Dazu zählen nicht nur Bilder des Wasserschadens, sondern alle Handlungen, die Sie unternommen haben, um den Schaden zu begrenzen.
Machen Sie von dem Wasserschaden Bilder aus mehreren Perspektiven, sowie Bilder von den betroffenen Gegenständen. Haben Sie spezielle Geräte für die Sicherheitsvorkehrungen benutzt, dokumentieren Sie auch diese. Sowie auch die, in Rechnung gestellte, Unterstützung von Fachleuten.
3. Schritt: Meldung an Versicherung
Eine inhaltlich vollständige Dokumentation des Schadens erschwert es Ihnen, Ihre Leistungen geltend zu machen.
Teilen Sie Ihrer Versicherung unverzüglich mit, welche Art von Schaden vorliegt. Tätigen Sie nicht nur einen Anruf, sondern schreiben Sie der Versicherung, um den Fall zu melden. Schriftlich bewährt sich auch in diesem Fall besser als mündlich.
4. Schritt: Handhabung mit Ihrem Mieter
Teilen Sie Ihrem Mieter das weitere Vorgehen mit. Kündigen Sie Termine an und planen Sie frühzeitig, damit Handwerker Zutritt zur Wohnung haben.

Tipp: Kontrollieren Sie den Wasserschaden im Nachhinein, sowie die Wände nach der Trocknung.
Welche Versicherung ist zuständig?
Sie fragen sich, welche von den vielen verschiedenen Versicherungen überhaupt in Ihrem Fall zuständig ist? Das ist von der Art des Wasserschadens abhängig. Informieren Sie sich über die Fristen der zuständigen Versicherung. Wir empfehlen den Schaden unverzüglich der Versicherung zu melden, um Kürzungen von Leistungsansprüchen zu vermeiden.
Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung greift, sofern der Wasserschaden am Haus selbst entstanden ist.
Für Wasserschäden, die bestimmte Teile des Hauses betreffen, ist die Wohngebäudeversicherung der zuständige Ansprechpartner.
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung ist zuständig, wenn durch den Wasserschaden bewegliche Sachen beschädigt worden sind.
Elementarversicherung
Schäden durch Hochwasser, Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau gelten als Elementarschäden und sind nur mit einer zusätzlichen Elementarversicherung versichert.
Welche Unterlagen verlangt die Versicherung?
Grundsätzlich alles, was Sie dokumentiert haben.
Von der Ursache des Wasserschadens bis hin zum Schadensumfang. Schicken Sie der Versicherung aus verschiedenen Perspektiven Bilder vom Wasserschaden selbst, sowie Bilder von den betroffenen Gegenständen. Teilen Sie der Versicherung alle Maßnahmen mit, die Sie gegen den Wasserschaden unternommen haben. Darunter zählen auch Handwerkerkosten.
Checkliste für die Unterlagen:
- Versicherungsnummer / Schadensadresse
- Datum & Uhrzeit (Entdeckung + mutmaßlicher Beginn)
- Ursache (z.B. Rohrbruch, Gerät, Rückstau)
- Fotos/Videos: Übersicht + Detail + Ursache + Seriennummern
- Liste beschädigter Gegenstände (Neupreis / Alter, Kaufbelege)
- Sofortmaßnahmen + Belege (Trochner, Notdienst, Pumpen)
- Kontaktdaten Zeugen / Nachbarn / Hausverwaltung
- ggf. Polizei / Feuerwehr-Protokoll (wenn relevant)
Checkliste für Bilder:
- Schadensquelle (z.B. Anschluss / Schlauch)
- Wasserstand / Feuchtebereich
- Decken / Wände / Bodenaufbau
- betroffene Möbel / Elektronik (Typenschilder!)

Tipp: Notieren Sie sich die Schadennummer, die Sie von der Versicherung erhalten, um eine konkrete Zuordnung des Falles zu erleichtern.
Typische Fehler bei der Schadensmeldung
Klären Sie zuerst die Maßnahmen mit Ihrer Versicherung, bevor Sie diese einleiten. Außer Notfallmaßnahmen, diese setzen Sie sofort um. Stichwort: Schadensminderungspflicht.
Leiten Sie nicht bestimmte Maßnahmen ein, ohne vorherige Freigabe der Versicherung. Dies kann andernfalls dazu führen, dass die daraus entstandenen Kosten nicht von Ihrer Versicherung übernommen werden. Sie haben Anspruch auf Schadensersatz, falls der Wasserschaden von Ihrem Mieter verursacht wurde.
Was tun nach der Behebung des ausgelösten Wasserschadens?
Ein Wasserschaden bringt oft weitere Folgeschäden mit sich. Als Vermieter sind Sie zuständig, Gefahren wie Schimmelbildung zu beseitigen. Um weitere Schäden zu verhindern, empfehlen wir, bei größeren Wassermengen einen Fachmann zu verständigen. Informieren Sie sich bei Spezialisten hinsichtlich einer Bautrocknung, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ebenfalls ist eine Leckageortung sinnvoll, um undichte Stellen zu finden, die zu Feuchtigkeitsschäden führen können.
Darf man den Wasserschaden sofort reparieren?
Beauftragen Sie kein Unternehmen für Sanierungsmaßnahmen ohne Zustimmung der Versicherung. Dies gilt auch für andere Reparaturarbeiten.
Bevor Sie Reparaturen durchführen, warten Sie auf die Antwort der Versicherung. Diese entscheidet nämlich über das weitere Vorgehen. Oft wird ein Gutachter eingeschaltet, der Maßnahmen für die Sanierung empfiehlt.
Unsere Tipps und Tricks, um Wasserschäden in Zukunft zu verhindern
Verhindern Sie zukünftige Unannehmlichkeiten, indem Sie diese Tipps anwenden:
1. Regelmäßige Wartungen
Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand der Rohre. Tauschen Sie diese durch neue Rohre aus, wenn Sie leichte Beschädigungen erkennen.
2. Außen Wasserstellen im Winter abstellen
Stellen Sie Ihre Wasserhähne außen im Winter ab, um eine Beschädigung der Wasserleitung zu vermeiden.
3. Sicherheitsvorkehrungen treffen
Um Wasserschäden zu vermeiden, können Sie Wassersensoren installieren. Diese warnen Sie vor Feuchtigkeit an untypischen Orten.
Sie sind von einem Wasserschaden betroffen? Wir kümmern uns darum, auch um die Versicherungsabwicklung!
Oft fühlt man sich in so einer Situationen überfordert. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren! Wir unterstützen bei Dokumentation, Leckageortung, Bautrocknung & Kommunikation mit der Versicherung. Von der Leckage bis zur Wiederherstellung.

