Infrarot-Trocknung nach Wasserschäden

– Ihre Funktion, Vorteile und vieles mehr
Trocknung mit Infrarot

Ein Wasserschaden ist oft mit Stress verbunden. Demnach verstehen wir, dass Sie sich für ein Trocknungsverfahren interessieren, welches möglichst wenig Stress bereitet. Wie wäre es mit der Infrarot-Trocknung? Wir beantworten Ihre offenen Fragen zur Infrarot-Trocknung.

Wie funktioniert die Infrarot-Trocknung?

Im Gegensatz zur Raumlufterwärmung wird durch die Infrarot-Trocknung nicht der Raum, sondern die Bausubstanz gezielt erwärmt durch die Infrarotplatten. Die Kapillaren sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit durch sie an die Oberfläche gelangt – auch Kapillarwirkung genannt. So wird die Feuchtigkeit in die Raumluft abgegeben. Damit diese Feuchtigkeit sich nicht an anderen Stellen festsetzt, empfiehlt sich der Einsatz eines Kondensationstrockners.

Das Verfahren wird in einem Abstand von 5-10 cm von der Oberfläche für ein ideales Ergebnis durchgeführt. Diese Entfernung erreicht den perfekten Grad zwischen der Effektivität und der Vermeidung von Schäden am Putz.

Schritt für Schritt: Wie läuft die Infrarot-Trocknung ab?

1. Untersuchung des Mauerwerks

Wichtig ist es herauszufinden, welche Stelle genau betroffen ist, sowie professionelle Feuchtigkeitsmessungen durchzuführen, um das Problem exakt zu beheben.

2. Ursache beheben

Gehen Sie der Ursache auf den Grund. Sofern Sie sich nicht sicher sind, woher die Feuchtigkeit stammt oder wodurch der Wasserschaden ausgelöst worden ist, lassen Sie das zunächst abklären, um eine ähnliche Situation zukünftig zu vermeiden. Sie wissen nicht, welche Stellen undicht sind? Dann empfiehlt sich hier die Leckageortung. Um die Ursache zu beheben, werden oft Wärmebildkameras eingesetzt, um den Schaden zu lokalisieren.

3. Aufstellung von Infrarotheizplatten

Nachdem der Fachmann die erforderlichen Messungen durchgeführt hat, werden typischerweise Infrarotheizplatten aufgestellt. Für ein optimales Ergebnis empfiehlt sich der Abstand von 5-10 cm zur Wandoberfläche.

4. Trocknung

Beachten Sie zudem, bei der Trocknung regelmäßig zu Lüften und den Stromzähler zu protokollieren. Auch ist es während der Trocknung von Bedeutung, die Wand zu kontrollieren, um zu sehen, ob das Trocknungsverfahren anschlägt.

5. Abbau der Infrarotheizplatten

Sofern der Trocknungsprozess abgeschlossen ist, werden die Infrarotheizplatten abgebaut.

6. Abschlusskontrolle

Zum Schluss ist es entscheidend, eine Kontrolle der betroffenen Stelle durchzuführen, um eine Restfeuchtigkeit auszuschließen.

Was ist der Zweck von Infrarotheizplatten?

Die Infrarotheizplatten, welche mit geeignetem Abstand aufgestellt werden, erhitzen sich und geben ihre Wärme auf das Mauerwerk ab. Diese Erwärmung sorgt wiederum dafür, dass die Feuchtigkeit nach außen an die Oberfläche gelangt und verdunstet. Wichtig ist, dass zuvor die betroffene feuchte Stelle freigelegt wird und nicht behindert wird durch Fliesen oder Ähnliches. Es empfiehlt sich sehr, eine Intervalltrocknung mit den Infrarotheizplatten durchzuführen, um eine Tiefentrocknung des Mauerwerks zu erlangen.

Welche Rolle hat die Intervalltrocknung?

Die Intervalltrocknung setzt sich aus zwei Phasen zusammen. Die Erwärmung der feuchten Wand und deren Abkühlung. Dies fördert die Feuchtigkeitsabgabe. Dabei wird das Mauerwerk nicht nur durch die aktiven Phasen bestrahlt, sondern es sind kontrollierte Pausen mit eingebaut. Die Pause sorgt dafür, dass die betroffene Stelle nicht oberflächlich ausgetrocknet wird, sondern, dass die innere Feuchtigkeit in kleineren Schritten behoben werden kann durch das ständige Nachziehen der Feuchtigkeit. So ist das Verfahren effektiver für eine Tiefentrocknung und spart durch die Ruhephasen zugleich auch mehr Strom als bei einer ununterbrochenen Laufzeit.

Vorteile einer nahezu geräuschlosen Trocknung nach Wasserschäden:

Der Vorteil der Infrarottrocknung ist, dass stark durchfeuchtete, dicke Wände einfach, schnell und energieeffizient getrocknet werden können. So werden die Mauern schonend behandelt. 

Zudem ist ein weiterer Pluspunkt der Infrarot-Trocknung, dass sie an konkreten Stellen eingesetzt wird, wodurch eine Erwärmung anderer nicht betroffener Teile vermieden werden kann. Zugleich kann sie aber auch bei dicken Wänden oder anderen massiven Bauteilen angewendet werden. 

Dadurch, dass die Infrarottrocknung in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden kann, ist es auch möglich, sie nicht nur bei Beton und Stein anzuwenden, sondern auch bei empfindlicheren Materialien wie Holz und Putz. Auch überzeugt die Infrarot-Trocknung in der Hinsicht, dass sie nahezu keinen Dreck und Lärm erzeugt und dadurch die Bereiche auch während der Trocknung bewohnbar sind.

Wann ist die Infrarot-Trocknung nicht geeignet?

Auch wenn eine Infrarot-Trocknung in vielen Bereichen eingesetzt werden kann, hat auch sie ein Ende. So eignet sich eine Infrarot-Trocknung für einen großflächigen Schaden nicht, wegen der punktuellen Vorgehensweise der Infrarot-Trocknung. Eine Infrarot-Trocknung eignet sich auch nicht für Dämmschichten, da die Infrarotstrahlen die Dämmung nicht durchdringen können.

Wie lange dauert die Infrarot-Trocknung?

Die durchschnittliche Dauer einer Infrarot-Trocknung dauert wenige Tage bis mehrere Wochen. 

Jedoch richtet sich die Dauer der Infrarot-Trocknung nach dem Ausmaß des Schadens, sowie der Wanddicke. Demnach ist die Tiefe der Durchfeuchtung maßgeblich für die Trocknungsdauer.

Was Sie bei der Infrarot-Trocknung machen müssen:

Durch die Bestrahlung der Wand führt es dazu, dass die Feuchtigkeit an der Oberfläche in die Raumluft abgegeben wird. Demnach ist es wichtig regelmäßig zu lüften, dass diese aus der Raumluft abtransportiert werden kann. Es empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften. Dies bezieht sich auf warm-trockene Temperaturen. Hingegen empfiehlt sich das Stoßlüften bei feuchtem Wetter nicht, da dadurch noch mehr Feuchtigkeit in den Raum gelangt. Bei nicht geeigneten Witterungsverhältnissen empfiehlt sich der Einsatz von Kondensationstrocknern umso mehr, um die Trocknung zu unterstützen.

Außerdem empfehlen wir, den Stromzähler zu protokollieren. Dieses Protokoll zeigt nicht nur den exakten Stromverbrauch auf, sondern dient auch als Nachweis für Ihre Versicherung.

Kombination aus zwei Verfahren

Um die Trocknungszeit zu verkürzen, bietet es sich an, die Infrarottrocknung mit einem anderen Verfahren zu kombinieren. So besteht die Möglichkeit, die Infrarottrocknung mit der Kondensationstrocknung anzuwenden. Während die Stärke der Infrarottrocknung darin liegt, punktuell einen bestimmten Bereich zu trocknen, kann der Kondensationstrockner die abgegebene Raumfeuchtigkeit aufnehmen. Indem diese beiden Verfahren miteinander kombiniert werden, kann die Feuchtigkeit gezielt entzogen werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass sich die feuchte Raumluft an anderen Stellen im Raum festsetzt bzw. von anderen Wänden aufgenommen wird.

Was ist eine Mikrowellentrocknung und wann ist diese sinnvoll?

Durch die Bestrahlung der betroffenen Stelle mit elektromagnetischen Wellen wird die Feuchtigkeit reduziert. Durch diese Wellen wird die Dynamik der Moleküle im Inneren der Bausubstanz angeregt. Dadurch entsteht wiederum Wärme, was dazu führt, dass es zu einer Trocknung kommt.

Sinnvoll ist eine Mikrowellentrocknung dann, wenn die Trocknungszeit sehr begrenzt ist oder sehr tiefe Feuchtigkeitsschäden vorliegen. Zudem empfiehlt sich eine Mikrowellentrocknung, wenn Sie geräuschempfindlich sind oder sich aus anderen Gründen der Einsatz von lauten Trocknungsgeräten als schwierig gestaltet. Denn ebenfalls ist eine Mikrowellentrocknung nahezu geräuschlos.

Handelt es sich in Ihrem Fall um ein dickeres Bauteil, beweist sich die Mikrowellentrocknung als passend. Denn bei der Mikrowellentrocknung wird das Material sehr stark erhitzt, wodurch eine Erwärmung und zugleich die Verdunstung der Feuchtigkeit stärker angekurbelt wird.

Andere Möglichkeit bei tiefgehenden Schäden: Folienzelttrocknung / Luftkissentrocknung

Es hat Sie noch kein Trocknungsverfahren angesprochen oder Sie können sich bei den vielen Verfahren nicht entscheiden? Vielleicht spricht Sie ja die Folienzelttrocknung an. Bei dieser wird die betroffene Stelle mit einer Folie abgedeckt. Durch diese Abdeckung bildet sich eine Art von Lufkissen, weswegen dieses Verfahren auch als Luftkissentrocknung bekannt ist. In diesem abgedeckten Bereich wird die warme Luft eingelassen, welche dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit gesenkt wird. Ein Vorteil dieses Verfahren ist somit, dass der Trockner nicht auf den ganzen Raum angewendet wird, sondern lediglich auf die abgeschirmte Stelle. Diese Abschirmung hat auch den Vorteil, dass die Raumluft nicht mit Bakterien verschmutzt wird wie bei anderen Verfahren.

Sie fühlen sich überfordert mit Ihrer Situation? Wir sind für Sie da! Kontaktieren Sie uns, für eine Beratung und Aufklärung zu Ihrem individuellen Fall. Wir übernehmen nicht nur die Trocknung, sondern unterstützen Sie auch lückenlos bei der Schadensabwicklung mit Ihrer Versicherung.

FAQ

Wie funktioniert die Infrarot-Trocknung?
Durch die Infrarotstrahlen wird die Wandoberfläche bzw. die betroffene Stelle erwärmt. Durch die Erwärmung verdunstet die Feuchtigkeit und gelangt an die Oberfläche.
Die Infrarot-Trocknung ist energieeffizient, schnell und kann in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden. Zudem wird bei der Infrarot-Trocknung, auch nahezu kein Dreck und Lärm erzeugt.
Die durchschnittliche Dauer einer Infrarot-Trocknung dauert wenige Tage bis mehrere Wochen.
Ja, die Infrarot-Trocknung kann beispielsweise mit dem Kondensationstrockner kombiniert werden, um die Trocknungszeit zu verkürzen.
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