Sie hatten einen Wasserschaden und fragen sich, ob Sie nun wirklich einen Gutachter benötigen? Ist dieser in Ihrem Fall überflüssig oder erforderlich? Das kommt ganz auf Ihre konkrete Situation an. Wir geben Ihnen einen Überblick darüber, wann ein Gutachter sinnvoll ist und welche Rolle die Versicherung bei einem Gutachten hat.
Notwendigkeit eines Gutachters
Grundsätzlich ist ein Gutachter sinnvoll, wenn die Ursache des Wasserschadens unklar ist.
Bei Streitigkeiten darüber, wer als Verursacher des Wasserschadens gilt, ist ebenfalls ein Gutachter sinnvoll. Auch, wenn es sich um einen größeren Wasserschaden handelt.
Hintergrund ist, dass bei größeren Wasserschäden die Gefahr hoher Feuchtigkeit und von Schimmel besteht. Aber auch bei kleineren Wasserschäden kann ein Gutachter sinnvoll sein, um mögliche unauffällige Schäden zu entdecken. Aber was macht überhaupt ein Gutachter?
Vorgehensweise eines Gutachters
Ein Gutachter begutachtet den Wasserschaden, um den Umfang und die dazugehörigen Kosten des Wasserschadens einschätzen zu können. Danach kommt die Analyse des Wasserschadens. Der Gutachter geht der Ursache bzw. den Verursachern des Wasserschadens nach. Nachdem sich der Gutachter ein Bild über den Schaden verschaffen konnte, fertigt er ein umfassendes Gutachten mit den oben genannten Punkten an. Dieses enthält auch die erforderlichen Reparaturmaßnahmen. Zuletzt teilt er dieses Gutachten allen betroffenen Personen mit. Damit ersparen Sie sich mögliche Unannehmlichkeiten bei vorherigen Unstimmigkeiten.
Zuständige Versicherungen bei Wasserschäden
| Wohngebäudeversicherung | Bei Wasserschäden am Gebäude selbst |
| Hausratversicherung | Bei Beschädigung von beweglichen Gegenständen |
| Elementarversicherung | Bei äußeren Wettereinflüssen wie Starkregen oder Hochwasser |
| Private Haftpflichtversicherung | Bei Beschädigung eines Dritten |
Die Rolle der Versicherung bei einem Gutachten von Wasserschäden
Beauftragung eines Gutachters
Müssen Sie den Gutachter beauftragen oder kümmert sich darum die zugehörige Versicherung? Meistens schaltet die Versicherung dann einen Gutachter ein, wenn es sich um einen größeren Wasserschaden handelt oder die Ursache klar ist. Falls die Versicherung es für nicht notwendig hält, einen Gutachter einzuschalten, können Sie auch selbst einen Gutachter beauftragen.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl Ihres Gutachters darauf, dass es sich um einen zertifizierten Gutachter mit beruflicher Erfahrung handelt.
Bestimmt die Versicherung automatisch den zuständigen Gutachter?
Sofern die Versicherung einen Gutachter für erforderlich hält, bestimmt grundsätzlich die Versicherung den Gutachter.
Demnach liegt die Auswahl eines speziellen Gutachters nicht in Ihren Händen. Anders sieht die Situation aus, wenn Sie selbst den Gutachter beauftragen und bezahlen. In diesem Fall können Sie nach persönlichen Präferenzen einen Gutachter auswählen.
Kostenübernahme des Gutachters von der Versicherung?
Aufgrund der kostspieligen Angelegenheit eines Gutachters ist es wichtig zu wissen, wer für die Kosten des Gutachtens aufkommen muss.
Hier gilt der Grundsatz: Derjenige, der ein Gutachten veranlasst hat.
Erachtet Ihre zuständige Versicherung einen Gutachter für notwendig, muss auch Ihre Versicherung für die Kosten des Gutachters aufkommen. Grundsätzlich beauftragt die Versicherung bei einem höheren Schadenswert, etwa ab 750 €, einen Gutachter.
Beruht Ihr Wasserschaden auf einem Rohrbruch oder Hochwasser? In diesem Fall trägt grundsätzlich die zuständige Versicherung die Kosten des Gutachtens.
Was ist der Unterschied zwischen einem Versicherungsgutachter und einem unabhängigen Gutachter?
Der Versicherungsgutachter wird von der zuständigen Versicherung beauftragt. Dies führt dazu, dass die Versicherung die Kosten des Gutachters übernimmt. Zugleich möchten viele Versicherungen Gelder minimieren. Somit kann der Fall eintreten, dass die Schadenskosten nicht angemessen angesetzt sind. Hingegen handelt ein unabhängiger Gutachter ohne Interessen der Versicherung.
Faktoren: Zeit und Kosten bei einem Gutachten
Zeit und Kosten spielen bei einem Gutachten eine große Rolle.
Wie lange dauert es, bis ein Gutachten erstellt wird?
Leider gibt es keinen konkreten Zeitraum. Je nach Vielschichtigkeit und Umfang des Wasserschadens kann sich die Angelegenheit in Tagen oder über mehrere Wochen vollziehen.
Wie viel kostet ein Gutachten?
Auch hier gibt es keinen festgelegten Preis. Der Preis bestimmt sich nach mehreren Faktoren. Sie können allerdings mit einem Preis von bis zu tausenden Euros rechnen.
Wichtig: Falls sich der Zustand des Wasserschadens verändert, während Sie auf das Gutachten warten, müssen Sie unverzüglich Ihre Versicherung informieren und die Verschlechterung des Schadens schriftlich dokumentieren.
Die Bedeutung eines Gutachtens
Kommt es zu Streitigkeiten über den Wasserschaden, die in einem Gerichtsprozess enden, kann ein Gutachten für Sie bedeutsam sein. Das Gutachten beinhaltet einen professionellen Rat eines qualifizierten Gutachters als Ausstehenden. Diese Beurteilung hat oft rechtliche Relevanz vor Gericht.
Vor- und Nachteile eines Gutachters
Damit Ihre Entscheidung für Sie klarer wird, ein Überblick über die Vor- und Nachteile eines Gutachters:
| Vorteile eines Gutachters | Nachteile eines Gutachters |
| Professioneller Rat | Zeitverzögerung |
| Konfliktbehebung bei Unstimmigkeiten | Kosten |
| Prävention von Folgeschäden | Gutachten kann auch zu Ihrem Nachteil ausfallen |
Konkrete Fälle, bei denen ein Gutachter sinnvoll ist:
Sie sind von einem dieser Fälle betroffen?
- Unklare Ursache des Wasserschadens
- Streitigkeiten, darüber wer als Verursacher des Wasserschadens gilt
- Bei einem größeren Wasserschaden
- Rohrbruch
- Befürchtung von Folgeschäden
- Wasserschaden, der sich auch auf andere Wohnungen ausgebreitet hat
- Bei Zweifel auf Baumängel
Kontaktieren Sie gerne uns, falls Sie an einer professionellen Trocknung oder Leckageortung interessiert sind!

